Now Reading
Gaming PC für unter 1000 Euro – Weihnachten 2016
0

Gaming PC für unter 1000 Euro – Weihnachten 2016

by Oli5. Dezember 2017

Weihnachten steht vor der Tür und damit natürlich auch die Suche nach neuer Hardware. In den letzten Monaten haben uns NVIDIA und AMD mit der GTX 1060 bow der R480 gleich zwei interessante Karten passend für Midrange PCs spendiert. Das Rennen in Sachen Performance könnte wie erwartet knapper nicht sein. Zwischen den jeweiligen Referenzkarten liegen nur wenige Prozentpunkte. Die Entscheidung fällt somit schwerer als noch vor einem Jahr.

In die engere Auswahl schafft es die MSI GeForce GTX 1060 Gaming sowie die Sapphire RX 480 Nitro+ OC. Die NVIDIA Karte ist etwa 5 Prozent schneller als die Alternative von Sapphire, dafür aber um etwa 50 Euro teurer. Preisbewussten Spielern empfehlen wir den Griff zur Sapphire RX 480 Nitro+ OC, wer lieber ein paar Frames mehr hat bzw. die Zusatzfeatures wie ShadowPlay oder InHome Streaming nutzt sollte zur MSI GeForce GTX 1060 Gaming greifen.

Aktuelle Spiele sind nicht nur Grafikhungrig sondern benötigen auch immer mehr Arbeitsspeicher. Der neueste Call of Duty Ableger verlangt bereits 16GB Arbeitsspeicher im System, der Griff zu mehr Arbeitsspeicher empfiehlt sich also und wird auch in unserem Build-Vorschlag miteinbezogen.

Die Preise und Links zu den jeweiligen Produkten leiten auf Amazon weiter. Wir verwenden sogenannte Affiliate-Links was bedeutet das wir einen kleine Kommission erhalten, solltet Ihr über unseren Link einkaufen. Für euch ändert sich durch diese Art von Links nichts, der Preis bleibt gleich und auch sonst habt Ihr keine Nachteile. Wer uns nichts gutes tun möchte, kann die jeweiligen Produkte auch einfach manuell bei Amazon oder anderen Anbieten heraussuchen. Keine Panik, wir mögen dich trotzdem 🙂


Zusammengefasst

Intel Core i5 6600K – 239 Euro
Sapphire RX 480 Nitro+ – 275 Euro
MSI Z170-A Pro 104,99 Euro
Crucial CT2K8G4DFD8213 – 79 Euro
Samsung SSD 750 EVO – 84,99
Seagate Desktop ST2000DM001 2TB – 70 Euro
Corsair VS Serie VS650 80 PLUS – 57 Euro
Gehäuse Vorschlag: Bitfenix – 50 Euro

Total:  ~959,98 Euro


Prozessor / CPU 

Intel Core i5 6600K – 239 Euro Amazon

i5In ein paar Monaten steht an dieser Stelle vielleicht schon ein AMD Zen Prozessor. Wie es bislang aussieht wird es bis zur Veröffentlichung aber noch einige Zeit dauern. Bis dahin bietet der i5 6600k ein richtig gutes Gesamtpaket das obendrein noch völlig ausreichend und obendrein für die nächsten Jahre noch Zukunftssicher ist. Das K am Schluss des Namens bezieht sich auf die Möglichkeit den Prozessor zu übertakten was bei Prozessoren wie dem etwas günstigeren i6500 nicht möglich ist. Zwischen 20 und 30 Euro spart man beim Griff zur kleineren Alternative, dafür muss man aber mit einer fixen Taktrate und einer etwas schlechteren Performance vorlieb nehmen. Wer mit dem übertakten nichts am Hut hat, sollte sich aber sein Geld sparen und zum i6500 greifen.


Grafikkarte

Sapphire RX 480 Nitro+ – 275 Euro Amazon
Alternativ: MSI GeForce GTX 1060 Gaming – 319 Euro Amazon

msi_geforce_gtx_1060

sapphire-rx480nitro

Wer nicht unbedingt eine NVIDIA Grafikkarte haben möchte und gleichzeitig auf Funktionen wie ShadowPlay oder Gamestream verzichten kann, spart sich mit dem Griff zur RX 480 derzeit etwa 40 Euro im Vergleich zur GTX 1060. Obendrein gibt es mehr RAM und eine Leistung die stellenweise auch über der Konkurrenz von NVIDIA liegt. Die alternativ gelistete MSI Geforce GTX 1060 Gaming 6G bietet bessere Performance die aber im unteren einstelligen Prozentbereich liegt. Der schon angesprochene Preisunterschied wirkt sich nicht nur leicht positiv auf die Leistung aus, sondern macht sich auch in Sachen Energieeffizienz bemerkbar. Der größere Kühler auf der MSI Geforce GTX 1060 macht die Karte darüber hinaus deutlich leiser als die RX 480 im Sapphire Design. Wir suchen die beste Preis- Leistung und gehen deswegen die AMD Route.

Der große Vorteil den man bei AMDs Radeon RX 480 hat, sind die DirectX 12 bzw. Vulkan unterstützte Spiele. Dank der Low-Level-API liegt die Polaris Architektur die von der RX 480 genutzt wird gut 25 Prozent vor der GeForce GTX 1060. Besonders deutlich macht sich das bei Titeln wie Doom (20% bessere Performance bei FullHD), Just Cause 3 (etwa 7% bei FullHD), Black Ops 3 (20% bei FullHD) oder Hitman  (etwa 15% bei FullHD). Die Leistung bei DirectX 12 Titeln liegt über dem was NVIDIA mit der GTX 1060 bewerkstelligt. Fraglich bleibt wie die Unterstützung von Vulkan bei Spieleentwicklern weitergeht.

Abseits der speziell unterstützten Spiele macht die 1060er aber die bessere Figur. Die Entscheidung liegt also bei euch, bzw. bei den Spielen die Ihr in den nächsten Jahren in etwa in Angriff nehmen wollt.

Die Wahl der passenden Grafikkarte für unser Midrange Gaming PC System war nicht leicht. AMD hat mit der RX 480 merklich aufgeholt und bietet viel Leistung zu einem Preis der weit unter der vergleichbaren GeForce GTX 1060. Besonders bei Spielen mit Support für die Low-Level-API von AMD profitieren von dem erweiterten Zugang zur Hardware-Architektur. Ein positives Beispiel ist z.B. Doom das auf einer RX 480 um gut 20 Prozent schneller läuft. Auch Titel wie The Witcher 3 oder Just Cause 3 laufen zwischen 5 und 10 Prozent schneller auf AMD Bulliden. Auch in Sachen VR macht die RX 480 eine bessere Figur. Abseits der DirectX 12 bzw. Vulkan optimierten Spiele hat NVIDIA die Nase vorn. Bei DirectX 11 Spielen dreht sich das Blatt Wiederrum in Richtung NVIDIA.

Ein weiteres Argument in Richtung AMD sind die kostengünstigeren Freesync Monitore im Vergleich zu NVIDIAs G-Sync. Freesync welches von AMD Karten wie der RX 480 unterstützt ist der sogenannte VESA Standard und wird damit in Zukunft in so gut wie jedem Displayport Monitor vorhanden sein. Hersteller müssen anders als bei G-Sync keine Lizenzgebühren entrichten was sich auch in Sachen Preis bemerkbar macht. Wer sich jetzt fragt was Freesync bzw. G-Sync überhaupt zu bedeuten hat, Freesync sowie G-Sync eliminieren Mikro-Ruckler und das sogenannte Tearing das bei aktiviertem V-Sync aufgetreten ist.

 


Mainboard

MSI Z170-A Pro 104,99 Euro Amazon

mb-z170aEntgegen des Marketings macht es im Hinblick auf ein passendes Mainboard wenig Sinn sogenannte Gaming oder Performance Versionen zu kaufen. Abseits zusätzlicher Ports hat man damit wenig Vorteile. Wir  konzentrieren uns also auf ein gutes Preis- Leistungsverhältnis. Ein recht guter Kandidat kommt aus dem Hause MSI und hört auf den Namen Z170-A Pro. Mit dabei ist Support für den etwas schnelleren, dafür aber auch teureren DDR4 Speicher sowie das für die Zukunft recht interessante M.2. Dieser Steckplatz bietet Platz für SSDs wie die Samsung 960 Pro M.2 die mit etwa 300 Euro für 512GB derzeit noch recht teuer ist dafür aber Übertragungsraten von theoretischen 3500 MB/s beim Lesen und 2100MB/s bei Schreibaufgaben liefert. Derzeit praktisch noch zu teuer, in zwei bis drei Jahren aber ein interessantes Upgrade.

Insgesamt bietet das Z170-A Pro  zwei PCIe Slots die AMD 2-Way-CrossFireX unterstützen. Wer sich für die NVIDIA Grafikkarte entscheidet, hat auf dem Brett also nicht die Möglichkeit zwei GTX 1060 Karten in SLI zu verwenden. Über den Sinn und Unsinn von SLI wollen wir an dieser Stelle aber nicht streiten. Neben den zwei PCIe 3.0 x 16 Slots bietet das Z170-A Pro noch 4x PCIe 3.0, den schon angesprochenen M.2 Slot, x VGA, 1x DVI-D, 1x DisplayPort 1.2, 4x USB 3.0, 2x USB 2.0 sowie Gb LAN. 7.1 Sound wird realisiert über den Realtek ALC982 Audiochip. Ein Port der auf diesem Motherboard fehlt ist der anrollende USB Typ-C Standard der derzeit speziell bei neuen Smartphones und Tablets zum Einsatz kommt. USB Typ-C wird weiters für die VR-Headsets wie  Oculus Rift oder HTC VIVE benötigt.

 


Arbeitsspeicher

Crucial CT2K8G4DFD8213 – 79 Euro Amazon

crucialDie letzten Monate haben den Preisunterschied zwischen DDR3 und DDR4 merklich verkleinert. Der Preisverfall der letzten Monate hat sich mittlerweile aber wieder eingependelt. Die Frage ist jetzt ob man 8 oder 16GB an RAM benötigt. Der RAM-Hunger aktueller Spiele macht sich z.B. bei Call of Duty Infinite Warfare bemerkbar. Hier werden 16GB RAM bereits empfohlen. Die Entscheidung für den passenden DDR4 Arbeitsspeicher viel schlussendlich auf die optisch recht unaufregenden Crucial CT2K8G4DFD8213 Sticks mit jeweils 8GB Speicher. Trotz fehlendem Heatsink verkraftet der Arbeitsspeicher überschaubares Overclocking aber trotzdem.

 


Speicherplatz

Die Schnelle: Samsung SSD 750 EVO – 84,99 Amazon

samsungWer einmal eine SSD hatte, will nichts mehr anderes. Eine schnelle SSD macht auch aus in die Jahre gekommenen PCs zumindest richtig gute Office-Maschinen. Nachteil der SSDs ist der im Vergleich zu klassischen Festplatten kleinere Speicherplatz. Für eine SSD mit 250GB Speicherplatz müssen etwa 100 Euro abgelegt werden, zum gleichen Preis bekommt man da schon eine 3TB Festplatte von Western Digital. Der große Unterschied abseits der GB pro Euro ist die schon angesprochene Geschwindigkeit. Windows lädt schneller, Programme starten schneller und Kopiervorgänge sind keine Geduldsprobe mehr. Eine gute Lösung für das Speicherplatzproblem ist die Verwendung von zwei Arten von Platten. Einmal eine SSD mit weniger Speicherplatz auf der Windows sowie oft verwendete Programme und Dateien abgelegt werden, sowie eine größere klassische Festplatte für Videos, Bilder und anderem. Für dieses Build haben wir uns für die Samsung 750 EVO entschieden. Die 750er Reihe ist die günstige Alternative zur 850-Reihe. Der MTBF (Mean Time Between Failure) ist bei den günstigeren Modellen niedriger angegeben was bedeutet, dass die SSD schneller den Geist aufgibt. In der Realität sollte die 750er Reihe merklich mehr als 4 Jahre durchhalten.

 

 

Die Große: Seagate Desktop ST2000DM001 2TB – 70 Euro Amazon

seagateWir bauen einen Gaming PC und Spiele haben die  Angewohnheit viel Speicherplatz zu Verbrauchen. Die oben gezeigte SSD verschnellert unser System zwar merklich, stößt nach der Installation von ein paar Spielen aber bereits an ihr Limit. Wir brauchen also einen Datenspeicher der uns genügend Luft nach oben lässt. Zwei TB dürften da der sogenannte Sweetspot sein. Seagate hat in diesem Segment die ST2000DM001 zu einem Preis von 69,90 Euro. Passt.

 


Netzteil

Corsair VS Serie VS650 80 PLUS – 57 Euro Amazon

corsair-vs-serieZwar nicht modular, dafür aber mit genügend Leistung und allen Anschlüssen für die Komponenten.  Das Betriebsgeräusch mach aus eurem PC keine Turbine und auch die Verarbeitung ist gut gelungen. Gekühlt wird mit einem 120mm Lüfter, die effizienz liegt bei vom Hersteller angegebenen 85%, nachfolgend alle Anschlüsse:

  • 1x 20/24-Pin
  • 1x 8-Pin EPS12V
  • 2x 6/8-Pin PCIe
  • 4x SATA, 4x IDE
  • 2x Floppy

 


Gehäuse

Bitfenix BFC-NEO-100 – 40 Euro Amazon

bitfenix

Welches ATX Gehäuse zulegt ist praktisch egal. Günstigere Gehäuse schwächeln teilweise in Sachen Verarbeitung ändern aber technisch nichts an der Performance eures PCs. Wer nach einer guten Verarbeitung und guten Features sucht, sollte sich die Angebote von Corsair genauer ansehen. Mir persönlich gefallen einfache Gehäuse wie z.B. die Corsair Serie 400 die es mit und ohne Sichtfenster gibt. Bitfenix hat mit dem Neos ein recht hübsches Gehäuse für etwa 40 Euro am Markt, das abseits des etwas wachekligen SSD Schachts eine recht gute Figur macht.  Welches Gehäuse Ihr euch schlussendlich zulegt ist aber egal, den ATX Standard sollte es aber haben. Ein eingebauter Gehäuselüfter ist auch nicht verkehrt, aber nicht zwingend notwendig.

 

About The Author
Oli

Leave a Response