Es wird wieder Raumfahrtgeschichte geschrieben, diesmal vielleicht nicht so öffentlichkeitstauglich wie damals die Mondlandung aber im Grunde genauso faszinierend (Augenbraue hoch). Die Bilder kommen direkt von NASA´s Messenger Sonde, die als erstes von Menschenhand gebautes Raumschiff in der Umlaufbahn des Merkurs fliegt um Fotos und Infos nach Hause zu schicken.

Eine weitere Mission der Sonde ist es, offene Fragen rund um den Merkur zu lösen. Zum einen wäre da die Radarreflektierende Oberfläche auf den beiden Polen des Merkur die so nebenbei durchgehend mit Eis bedenkt sind, obwohl auf dem Planeten teilweise Temperaturen um die 400C° herrschen. Weiters gilt es mehr Infos über den Kern des Planeten zu erfahren, dieser ist flüssig und hat die höchste Eisenkonzentration in unserem Sternensystem. Durch diesen Umstand hat der Merkur wie die Erde auch ein eigenes Magnetfeld. Last but not least gilt es auch herauszufinden warum der Merkur in seiner Exosphäre riesige Wassermengen hat, gerade dieser Punkt gibt den Wissenschaftlern nämlich noch große Rätsel auf.

Die Raumsonde selbst ist ein kleines Wunderwerk der Technik. Durch den Umstand das die Sonde im Vergleich sehr nah an der Sonne zum Einsatz kommt, musste sich die NASA beim Bau der Sonde überlegen wie man die Technik in der Sonde vor der hohen Hitze und Strahlung schützt. Hierfür wurde die Sonde mit einem Mantel aus Graphitfaser und „cyanate ester“ versehen der gegen hohen Temperaturen schützt. Strahlung ist nicht so einfach abzublocken, aus diesem Grund wurde Technik verbaut die auch in dieser Strahlungsintensiven Umgebung funktioniert. Der Hauptprozessor der seinen dienst im Messenger verrichtet wurde von IBM Entwickelt und hört auf den Namen RAD6000. Er Taktet mit 25Mhz und wird bei einem Ausfall von einem 10 Mhz Prozessor ersetzt. Mit dieser Rechenleistung werden Daten eingesammelt, Bilder komprimiert und über die drei Antennen Richtung Erde gesendet.

Energie erhält der Messenger über Solarzellen die für 450 Watt Leistung sorgen.

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